Der Geschäftsbetrieb des Kommunalen Schadenausgleichs beschränkt sich gem § 1 Abs. 3 Ziff. 3 lit. a bis c VAG auf die dort aufgeführten Versicherungszweige. Es gibt 4 Verrechnungsstellen (Sparten), über die getrennt Rechnung zu legen ist:

1. Haftpflicht

In der Verrechnungsstelle für Haftpflichtschäden werden Haftpflichtentschädigungen ausgeglichen, die von den Mitgliedern des Kommunalen Schadenausgleichs aufgrund gesetzlicher Haftpflichtbestimmungen an Dritte zu leisten sind. Der Versicherungsschutz ist grundsätzlich der Höhe nach unbegrenzt. Er ist allumfassend und nicht - wie in der privaten Versicherungswirtschaft - auf bestimmte Risiken beschränkt. Eingeschlossen in den Haftpflichtdeckungsschutz ist die persönliche Haftung der Beamten, Angestellten und Arbeiter der Mitgliedsverwaltungen sowie der Mitglieder ihrer Vertretungskörperschaften und Ausschüsse aus ihren dienstlichen Verrichtungen und die persönliche Haftpflicht der für die Kommunalverwaltungen in dienstlicher Verrichtung handelnden Personen.

2. Autokasko

In der Verrechnungsstelle Autokasko gewährt der Kommunale Schadenausgleich seínen Mitgliedern Kaskodeckungsschutz für die von ihnen angemeldeten Fahrzeuge. In den Genuß dieser Kaskoversicherung kommen auch die Kraftfahrzeuge der Bediensteten, an deren Benutzung der Dienstherr ein erhebliches dienstliches Interesse hat. Schließlich gewährt der Kommunale Schadenausgleich sogenannten Minikaskodeckungsschutz für die Kraftfahrzeuge der Bediensteten, an deren Benutzung der Dienstherr zwar kein erhebliches dienstliches Interesse hat, die aber von dem Bediensteten gleichwohl mit seiner Zustimmung zur Durchführung von Dienstfahrten genutzt werden.

3. Autoinsassenunfall

In der Verrechnungsstelle für Autoinsassenunfallschäden gewährt der Kommunale Schadenausgleich seinen Mitgliedern Deckungsschutz für Insassen der von den Mitgliedern angemeldeten Fahrzeuge. Es geht hier in erster Linie um Tagegeld bei Beeinträchtigung der Arbeitsfähigkeit, Krankenhaustagegeld, Entschädigungen für dauernde Arbeitsbehinderung sowie im Todesfall und Deckungsschutz für Gepäckschäden.

4. Schulunfall

In der Verrechnungsstelle für Schulunfallschäden stellt der Kommunale Schadenausgleich seinen Mitgliedern den im Schulgesetz vorgesehenen Haftpflicht- und Sachversicherungsschutz zur Verfügung. Nach § 47 SchulG verwalten die Schulträger ihre Schulangelegenheiten in eigener Verantwortung. Gem. § 48 Abs. 1 Ziff. 4 SchulG haben die Schulträger die Aufgabe, den Sachbedarf des Schulbetriebes zu decken. Zum Sachbedarf des Schulbetriebes gehören insbesondere die Aufwendungen für die Haftpflichtversicherung der Schüler oder einen versicherungsähnlichen Schutz für die von ihnen verursachten Schäden, die sich bei Veranstaltungen der Schule in Betrieben oder beim Schülerlotsendienst ereignen (§ 48 Abs. 2 Ziff. 10 SchulG). Zum Sachbedarf gehören weiterhin die Aufwendungen für die Versicherung oder einen versicherungsähnlichen Schutz gegen Sachschäden der Schüler bei Unfällen, die sich auf dem Schulweg, in der Schule oder bei Veranstaltungen der Schule einschließlich der Betriebserkundigungen, Betriebspraktika und Wirtschaftspraktika ereignen (§ 48 Abs. 2 Ziff. 11 SchulG).

 

 

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